Autor: Arkadiusz Wodnicki
Zeigt die Farbe eines Olivenöls wirklich seine Qualität? Viele Menschen glauben: Je grüner das Öl, desto besser. Das ist jedoch einer der verbreitetsten Olivenöl-Mythen.
Woher kommt die grüne Farbe?
Die grüne Färbung stammt vor allem vom Chlorophyll. Öl aus jungen, noch unreifen Oliven ist häufig intensiv grün und schmeckt meist ausgeprägt pikant und leicht bitter.
Auch die Olivensorte spielt eine große Rolle. Coratina kann beispielsweise sehr grünes Öl hervorbringen, während Arbequina oft hellere, goldene Töne ergibt. Farbe ist daher kein universeller Qualitätsmaßstab, sondern zunächst eine natürliche Eigenschaft von Sorte und Reifegrad.
Was ist für die Qualität wirklich wichtig?
Bei professionellen Verkostungen werden häufig blaue Gläser verwendet, damit sich die Prüfer nicht von der Farbe beeinflussen lassen. Wichtiger sind:
- Frische: Extra natives Olivenöl sollte möglichst frisch und richtig gelagert sein.
- Sorgfältige Verarbeitung: Eine schnelle, schonende Verarbeitung der Oliven trägt zur Qualität bei.
- Sensorisches Profil: Fruchtigkeit sowie eine harmonische Bitterkeit und Schärfe sind entscheidende Merkmale.
- Fehlerfreiheit: Extra natives Olivenöl darf keine sensorischen Fehler aufweisen.
Ist hellgoldenes Olivenöl schlechter?
Nein. Öl aus reiferen Oliven ist häufig goldener und milder, kann aber trotzdem von höchster Qualität sein. Lassen Sie sich deshalb nicht allein von der Farbe leiten.
Fazit
Das beste Olivenöl ist frisch, sorgfältig hergestellt und passt zu Ihrem Geschmack – unabhängig davon, ob es kräftig grün oder hellgolden leuchtet.